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Paraschot (Wochenabschnitte)

Paraschat haSchawua (Der Wochenabschnitt)

Die Wochenlesungen

Es ist die Tradition des religiösen Judentums seit der Zeit Esras (515 v. Chr.), die Torah (5 Bücher Mose) und die Haftara (Schriften und Propheten) in 54 Abschnitten (Paraschot) wöchentlich in den Synagogen zu lesen. Dadurch wird je nach Lesezyklus in einem bis in drei Jahren fast der ganze Tenach gelesen.

Die Mischna (jüd. Kommentar zur Torah) spricht in der Megilla Esther 4:1–2 davon, dass der jeweilige Abschnitt über die Woche am Montag, am Donnerstag und am Schabbat–Nachmittag von mindestens drei Personen gelesen wurde. Daran sehen wir, dass die Intensität des Bibelstudiums nicht allein dem Wort dienen sollte, sondern das Herz des Lesers und Hörers erreichen sollte. In 2. Mose 24:7 steht: Und er (Mosche) nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und sie sprachen: „Alles was der HERR gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören.“

In der Regel beginnt die Ordnung der Torahlesung mit dem ersten Schabbat nach Simchat Torah (Fest der Freude über die Torah).

Messianische Bibellese

Die Wochenlesungen wurden in biblischer Zeit sowohl von Jeschua als auch von seinen Talmidim (Jünger) ebenso praktiziert (Lukas 4:17; Apostelgeschichte 13:15, 17:2).

Die nachfolgende messianische Bibellese umfasst die 54 Paraschot– und Haftarot–Lesungen aus dem Tenach (AT) nach jüdischer Ordnung. Zusätzlich bezieht sie bewusst Lesungen aus dem Brit Chadascha (Neues Testament) mit ein. Denn was prophetisch angekündigt wurde von G’tt dem Herrn, findet seine Erfüllung in Jeschua haMaschiach.

Das Ziel alles Lesens und Hörens ist es dabei, dass wir Täter des Wortes und nicht Hörer allein sind (Matthäus 7:24,26; Jakobus 1:22–25).