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Korach

Torah: 4. Mose 16,1 – 18,32; Haftara: Jesaja 66,1-24; 1. Samuel 11,14 – 12,22; Brit Chadascha: –

(Angaben nach „Die Tora nach der Übersetzung von Moses Mendelssohn“ und David Stern)
[Autor: Jurek Schulz]

Korach – Korah

Die Ursachen von Aufruhr und Revolten liegen oftmals in Neid und Eifersucht des Menschen begründet. Das lernen wir aus der heutigen Toralesung. Gerade „fromme“ und „vernünftige“ Argumente, die geistlich tiefgründig erscheinen, kämpfen in Wahrheit gegen Gottes Willen.

Korah, Datan und Abiram traten zusammen mit 250 weiteren namhaften Männern in die Opposition gegenüber Mose und Aaron. Sie wollten nun selbst Verantwortung für das Volk Israel übernehmen. Nicht mehr Mose und Aaron, die von Gott selbst Eingesetzten, sollten die Autorität haben. Menschlich mag das richtig sein, denn Datan und Abiram waren Nachkommen Rubens, der eine politische Führungsrolle beanspruchte. Koran stammte von Levi ab und pochte auf seine geistliche Führungsrolle. Gott selbst ging gegen sie vor, obwohl sie mit fast schon demokratischen Mitteln arbeiteten.

Dahinter steckte nichts anderes als tiefste Eifersucht und Missgunst gegenüber dem Handeln Gottes. Sie provozierten ein fürchterliches Gerichtshandeln Gottes, durch das über 250 Menschen starben. Leider war der Geist der Opposition gegen die Herrschaft Gottes innerhalb des Volkes Israel auch am nächsten Tag nicht verschwunden, so dass erneut 14’700 Menschen zu Opfern wurden. Die Autorität Gottes darf zu keinem Spielball der Menschen werden

So lernen wir von Samuel, der für das Volk unablässig betete und es lehrte, was der richtige Weg ist: Nämlich den Herrn zu lieben, ihm zu dienen und ihm treu zu sein von ganzem Herzen. Dies ist der Kern der Botschaft, von der Jesaja später redete. Die Treuen Gottes werden die wahren Botschafter in der Welt sein und nicht die Machthungrigen, welche unter keiner Autorität stehen wollen.