Der Heilsplan Gottes – ein Streifzug durch die Bibel

Einleitung 

Die heutige Predigt vom 25.1.2026 soll ein Streifzug durch die Bibel sein und den Heilsplan Gottes aufzeigen. Es ist klar, dass in einer kurzen Zeit nicht alles gesagt werden kann. Das würde nur zu einer Predigtreihe führen.

So habe ich in 7 Punkten einige Themen herausgenommen, die mit der Schöpfung beginnen und mit der Wiederherstellung enden. Damit betrachten wir vom 1. Buch Mose bis Offenbarung verschiedene Ereignisse.

Ich werde viele Bibelstellen nennen, aber nur kurze Gedanken und Impulse dazu geben können, damit der normale Gottesdienstrahmen nicht gesprengt wird. Mir ist wichtig deutlich zu machen, was Gott alles unternimmt, um seinen Geschöpfen zu begegnen und sie zu begleiten. Der Heilsplan Gottes ist Gottes Plan, um etwas heil zu machen.

Auf die Spannungen zwischen Gott und dem Satan möchte ich jetzt schon hinweisen, denn genau das hat Auswirkungen auf die Menschen bis zur Vollendung des Heilsplans Gottes.

Ab wann wurde der Heilsplan nötig? Sehen wir uns die Schöpfung an, den 1. Punkt.

1. Schöpfung – Gottes ursprünglicher Wille

Gott schafft – und es ist gut.

Texte:

1. Mose 1–2; Schöpfungsbericht

  • In den ersten 6 Tagen bereitet Gott alles vor.

1. Mo 1:26-28;

  • den Menschen als Ebenbild Gottes schafft er zum Abschluss.
  • ER möchte ein Gegenüber, das mit ihm im Gespräch ist und bleibt.
  • ER überträgt Aufgaben.

1. Mo 2:15.9.17;

  • der Auftrag Gottes an den Menschen bedeutet auch Verantwortung
  • im Anspruch, dass der Mensch den Garten Eden bebaut und bewahrt
  • Gottes Fürsorge: Früchte der Bäume sind Nahrung für seine Geschöpfe
  • Auch die Frucht vom Baum des Lebens (genannt v9) war frei!
  • Verbot der Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen (v17)

Kernaussage:

  • Der Heilsplan beginnt mit Gottes gutem Willen.
  • Der Mensch ist Beauftragter, nicht Herr!
  • Leben ist Beziehung, Ordnung, Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung.

Impuls: Heil bedeutet Leben in Gottes Ordnung.

Wann setzte der Bruch der Ordnung ein? Sehen wir uns die Überschreitung an, den 2. Punkt.

 

2. Der Bruch – Sünde, Tod und Trennung

Die Verführung und die Überschreitung der Grenze des Menschen.

Texte:

1. Mose 3:1–7; die Schlange war listiger

  • … sollte Gott gesagt haben? (Hinterfragen)
  • … ihr werdet durchaus nicht sterben! (Lüge)
  • … Eure Augen werden aufgetan, zur Erkenntnis des Guten und Bösen.

Die Verführung führte zum Ungehorsam mit Folgen.

1. Mo 3:15;

  • Gott setzt Feindschaft zwischen der Schlange und der Frau.
  • … zwischen seinem und ihrem Samen (Same, Nachkomme; Satan/Jesus).
  • … Der Same der Frau zermalmt den Kopf des Samens der Schlange.
  • … Der Same der Schlange wird die Ferse des Samens der Frau zermalmen.
  • (Kopf zermalmen oder zertreten, Ferse zermalmen oder in sie stechen)

Dies ist die erste göttliche Zielansage und gehört zum Heilsplan Gottes.

(Messias am Kreuz, Tod und Auferstehung zur Sühne für die Menschen)

1. Mo 6:5; der Ungehorsam der Menschen (Sünde) hat Folgen – Gottes Fluch

  • … Im Garten Eden, im Paradies, in Gottes Nähe konnten sie nun nicht bleiben!
  • … Gott gibt den Menschen außerhalb des Gartens einen Lebensraum.
  • … Gott handelt aus Liebe und bewahrt vor dem sofortigen Tod! ER gibt nicht auf.
  • … Außerhalb des Garten Gottes im neuen Lebensraum wartet der Tod.

(Wir überspringen nun die Ereignisse bis Noah.)

1. Mo 8:1ff+21; Noah und Familie und die Arche –Segen nach der Flut

  • … Bis zur Flut haben sich die Menschen immer mehr von Gott getrennt.

(Die Schlange verführte viele Menschen; Menschen sehen nicht zu Gott auf!)

Konsequenz: Gott hält das erste universale Gericht über die ganze Menschheit!

  • … Es bedeutete den Tod der meisten Menschen.
  • … Noah (gerecht befunden, 1. Mo 7) und Familie, also 8 Menschen bleiben übrig.
  • … Gott fängt mit den Menschen einen Bund an, keine weltweite Sintflut mehr.
  • … Gottes Liebe für alle Menschen steht im Vordergrund,
  • … schließt aber ein anderes Gericht am Ende der Zeiten nicht aus.
  • … Es gibt Bewahrung innerhalb der Gerichte Gottes für Gerechte (Versiegelte).
  • … Gott hat kein Interesse daran, dass alle seine Geschöpfe verloren gehen.
  • … Damit führt Gott seinen Heilsplan bis zum letzten Tag weiter.

Impuls: Gott richtet – aber er verwirft nicht seinen Heilsplan. Er behält sein Ziel im Auge.

Die Menschheit wuchs, und Gottes Ordnung gerät mehr und mehr erneut in Vergessenheit.

Wie geht Gott weiter vor? Sehen wir uns die Erwählung eines Menschen an, den 3. Punkt.

 

3. Erwählung Abrahams – Heilsgeschichte wird konkret

Konkret: Gott wählt Personen aus, erst einzelne und später ein Volk.

Texte:

1. Mose 12:1–3; Abram und Sarai und der Segen Gottes

1. Mo 15; Ihnen werden viele Nachkommen durch Gott verheißen.

1. Mo 17; Abram und Sarai bekommen neue Namen: Abraham und Sara.

  • … Wir erfahren von einem neuen Bund, den Gott mit Abraham macht (v7).
  • … Das Zeichen des Bundes ist die Beschneidung (v10).
  • … Gott macht auch mit dem Nachkommen Isaak einen Bund (v19).
  • … Gott setzt die Linie fort von Abraham über Isaak, Jakob und dem Volk Israel.

Impuls: Erwählungen durch Gott ist Dienst, nicht Privileg. Sie sind Teil des Heilsplans.

Die Geschichte mit Jakob, seinen Söhnen und Josef sowie die Situation in Ägypten überspringen

wir.

Was macht Gott mit seinem Volk Israel in Ägypten? Das behandeln wir im 4. Punkt.

 

4. Exodus und Bund – Erlösung vor Gesetz

Gott rettet – danach fordert er Gehorsam.

Texte:

  • 2. Mose 3; Gott stellt sich im brennenden Dornbusch vor und beauftragt Mose.
  • 2. Mo 6–11; der Auftrag lautet: Israel aus Ägypten hinauszuführen.
  • (Das geschieht, aber erst nach vielen Eingriffen Gottes zu Moses Unterstützung.)
  • 2. Mo 19:4–6; Israel wird Eigentum Gottes, als Königreich von Priestern.
  • 2. Mo 19:8; Bündnis des Volkes Israel mit Gott vor Aufstieg Moses auf den Berg
  • (Da antwortete das ganze Volk insgesamt und sprach: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun! Und Mose brachte die Worte des Volkes zu dem HERRN zurück.)

2. Mo 19:16;

  • … Donner, Blitze, Posaunenschall – Gott macht sich bemerkbar. Ein Zeichen, dass in der Bibel in seiner Gegenwart auftritt.

2. Mo 20:1–2;

  • die Gebote Gottes auf 2 Tafeln *

(Das goldene Kalb und damit der Ungehorsam gegenüber Gott: 3000 Tote)

(248 Gebote und 365 Verbote = 613 inkl. Tempelvorschriften, ca. 270 heute)

* Wir wollen uns mit den biblischen Festen auszugsweise beschäftigen, da sie im Zusammenhang mit dem Heilsplan Gottes stehen.
Ich nehme die 3 Wallfahrtsfeste und ihre Bedeutungen heraus. Sie sind Feste zur Erinnerung an Geschehnisse und Erntefeste.

 

1 Pessach (Passahfest/Ostern; Beginn Gerstenernte):

Das „Fest der ungesäuerten Brote“ erinnert an die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei.

Historisch (2. Mo 12:7; 3. Mo 23:5-8) – Schutz Erstgeborener durch Blut

Gott verschonte die Häuser der Israeliten, die mit dem Blut eines Lammes markiert waren, während die Erstgeburt Ägyptens starb. Danach zog das Volk aus Ägypten

aus.

Messianisch (Joh 1:29; 1. Kor 5:7) – Opferblut Jesu – Schutz vor dem ewigen Tod

Jesus (Jeschua) wird als das wahre „Lamm Gottes“ gesehen. Sein Opfer am Kreuz geschah während des Passah-Festes und bewirkt die Befreiung von der Sklaverei 

der Sünde und des Todes.

Hier sehen wir einen weiteren Schritt zur Heilung im Plan Gottes, der sich heute bereits erfüllt hat.

 

2 Schawuot (Wochenfest/Pfingsten; Weizenernte):

Schawuot findet sieben Wochen (50 Tage) nach Pessach statt und markiert den Abschluss der Gerstenernte sowie den Beginn der Weizenernte.

Historisch (2. Mo 19; 3. Mo 23:15-21) – Gabe der Tora am Berg Sinai

Traditionell wird an diesem Tag der Gabe der Tora am Berg Sinai gedacht. Es war der Bundesschluss zwischen Gott und seinem Volk.

Messianisch (Apg 2:1-4; Jer 31:31-33) – Ausgießen des Heiligen Geistes

Genau an diesem Tag (Pfingsten) wurde der Heilige Geist ausgegossen. Während am Sinai das Gesetz auf Steintafeln geschrieben wurde, schreibt Gott durch den 

Heiligen Geist das Gesetz nun in die Herzen (der „neue Bund“).

Auch hier haben wir einen weiteren Schritt, der sich heute bereits erfüllt hat.

 

3 Sukkot (Laubhüttenfest; Haupternte für Obst und Wein):

Das freudigste der Feste erinnert an die 40-jährige Wanderung im Schutz Gottes (des Höchsten) durch die Wüste, während der das Volk in provisorischen Hütten 

(Sukkot, Singular Sukka) lebte und von Gott versorgt wurde.

Historisch (3. Mo 23:33-43; Sach 14:16) – Erntedankfest für die späte Ernte

  • … Auftrag: Brandopfer, u. a. Stiere über 7 Tage, erst 13, dann 12, 11, … 7
  • … Ziel: Segen Gottes zu erhalten
  • … Ergebnis: 70 Stiere in 7 Tagen (siehe 4. Mo 29:12–35)
  • … Danach am 8. Tag war Festversammlung und Brandopfer eines Stieres.

In der jüdischen Auslegung werden die 70 Stiere mit den 70 Völkern der Erde ohne Israel in Verbindung gebracht. Israel sollte ein Opfer für jedes Volk der Erde zur 

Sühnung vornehmen. Erst danach durften sie für ihr Volk das Opfer darbringen!

(70 Völker: siehe 1. Mo 10, „Völkertafel“ hat 70 Völker im Ursprung, die aus den Söhnen Noahs stammen; Völkertafeln und Genealogien sind wertvoll) 

Gottes Heilsplan macht sich auch hier deutlich. Er bedenkt alle Völker der Erde, eben nicht nur Israel. Die Last liegt auf Israel.

Messianisch (Joh 1:14; Off 21:3) – Wohnen Gottes bei den Menschen

Genau das ist der Plan Gottes, alles heil zu machen, den Weg zu ebnen.

Dieser Schritt ist bisher noch nicht erfüllt.

 

Diese 3 Feste haben für mich eine hohe Bedeutung, denn sie zeigen Gottes Liebe.

Für Israel war es Dienst und kein Privileg. Das wird hier deutlich. Für die Völker der Erde war und ist es ein Segen.

 

Impuls: Gehorsam ist die Antwort auf seine Liebe und Gnade – (nicht die Bedingung).

Der Auszug aus Ägypten, die Weisungen Gottes, insbesondere die jährlich abzuhaltenden Feste bedingen viel Einsatz und Opfer Israels.

Wie verhält sich Israel als Königtum? Das behandeln wir kurz im 5. Punkt.

 

5. Königtum Israels, Scheitern und Verheißung

Der menschliche König versagt – Gott verheißt den Kommenden.

Texte:

2. Samuel 7;

  • wir lesen von David, Nathan, Haus aus Zedern, Gottes Antwort.
  • David möchte gerne den Tempel für Gott bauen, darf es aber nicht.
  • Erst sein Sohn Salomo erhält später den Auftrag.
  • Der Segen Gottes über das Haus David soll ewig sein (v29).

Psalm 89;

  • Besingen der Gültigkeiten des HERRN in Ewigkeit (v2)
  • Kundmachen der Treue und Güte von Geschlecht zu Geschlecht
  • Herr, Gott der Heerscharen, wer ist mächtig wie du? (v9)
  • Dein sind die Himmel und die Erde. (v12)

Jesaja 9:5–6;

  • ein Kind ist uns geboren, ein Sohn gegeben, die Herrschaft ruht auf ihm.
  • In diesem Zusammenhang lesen wir auch über die Festigung des Königreichs gestützt durch Gericht und Gerechtigkeit.
  • Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies umsetzen.

Jesaja 11:11-16;

  • Sammlung der Vertriebenen Israels und der Zerstreuten Judas
  • Gott streckt ein 2. Mal seine Hand aus, um den Überrest seines Volkes loszukaufen.

Hesekiel 34;

  • Warnung des HERRN an die Hirten Israels, die sich selbst weiden, denn sie sollen die Herde weiden, damit sie nicht zerstreut werden!

Impuls: Gottes Plan scheitert nicht am Versagen des Menschen.

Die Könige Israels haben versagt. Wir wissen, dass die vielen von Gott eingesetzten Propheten. keine Korrekturen bewirken konnten.

Gottes Plan behandeln wir im Punkt 6 weiter.

 

6. Der leidende Knecht – Erlösung durch Stellvertretung

Heil kommt durch Leiden, nicht durch Macht. Hier greift Gott in einer besonderen Art und Weise ein, indem er einen Erlöser, Tröster, Retter (Jeschua, Jesus) einsetzt.

Texte:

  • Im hebr. Wort Jeschua (Jesus) kommen diese Bezeichnungen zum Ausdruck.
  • Genau das finden wir in…

Jesaja 49;

  • der HERR, Erlöser Israels, Tröster seines Volkes und Retter
  • Worauf weist Gott zum Erreichen seines Ziels hin?

Jesaja 53;

  • das Lamm zur Schlachtung, Leid um der Ungerechtigkeit willen
  • Es ist ein Opfertod zur Sühnung für die Menschen.

Daniel 9:24–27;

  • wir finden die Ankündigung des Messias zur Sühnung der Ungerechtigkeiten und Einführung einer ewigen Gerechtigkeit.

Impuls: Gott rettet, indem er selbst den Preis zahlt.

Was wird nun aus der Ankündigung? Was führt Gott ein? Wir gehen zum 7. Punkt.

 

7. Messias, der neue Bund und Vollendung

Der Heilsplan erreicht seine Öffnung – aber nicht sein Ende.

Wir haben über die 3 Feste gesprochen. Da wurde bereits Gottes Handeln durch sein Volk deutlich. Im weiteren Verlauf liegt der Segen durch Israel auf allen Völkern der Erde.

Texte:

Jeremia 31:31–34;

  • der neue Bund mit der Tora wird ins Herz gepflanzt.

Hesekiel 36:24–28;

  • Sammlung Israels in ihrem Land, neues Herz und neuer Geist

Apostelgeschichte 2:1–4;

  • sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt.
  • Der neue Bund wird erst mit Israel geschlossen, an dem die Völker teilhaben können.

Matthäus 5:17;

  • es gibt keine Auflösung der Tora (1.–5. Mo), sondern die Erfüllung.
  • So ist für uns wichtig, dass wir durch Teilhabe auch ein neues Herz und einen neuen Geist empfangen haben.

Lukas 24:44–47;

  • Leid und Auferstehung des Messias zur Vergebung machen deutlich, dass wir den irdischen Tod nicht zu fürchten brauchen.

Römer 11;

  • wichtig ist auch, dass Gott sein Volk nicht verstoßen hat (Paulus).

Offenbarung 21–22;

  • der neue Himmel und die neue Erde

Impuls: Gottes Heilsplan endet nicht im Himmel, sondern in einer erneuerten Schöpfung, einer Wiederherstellung von Himmel und Erde.

 

Abschließend:

Der Heilsplan Gottes ist kein Plan B – er ist von Anfang an Beziehung, Gehorsam, Erwählung und Wiederherstellung.

Der Heilsplan Gottes ist ein Weg der Treue – von der Schöpfung über Israel bis zur Erneuerung aller Dinge.

Die Jahreslosung für 2026 setzt den passenden Akzent.

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Offenbarung 21:5

 

Die Predigt ist aufgenommen worden und kann folgend in unserem Kanal angesehen werden.

Video zur Predigt wird in einem neuen Fenster geöffnet. 

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