Die große Freiheit, eine biblische Sicht

1 Einleitung

Was verstehen wir unter Freiheit? Mit dieser Frage wollen wir biblische Antworten suchen.

Die menschlichen Vorstellungen von Freiheit sind sehr unterschiedlich. Warum habe ich nun „die große Freiheit“ als Titel genutzt? Es gibt auch eine Straße „Die große Freiheit“, aber hat diese wirklich mit Freiheit zu tun?

Ja, indirekt schon. Um 1610 entstanden 2 Straßenzüge, „Große Freiheit“ und „Kleine Freiheit“. Es war die Freiheit von Zunftzwang und Freiheit zur Ausübung eines nichtlutherischen Glaubens. Damit wurde Religionsfreiheit sichtbar und verschiedene Gotteshäuser entstanden. So war ein Unterschied zwischen Hamburg und Altona sichtbar. Altona wurde zur zweitgrößten Stadt im dänischen Gesamtstaat nach Kopenhagen.

Erst im Laufe der Zeit wandelte sich die Große Freiheit zum Vergnügungsviertel. Um 1900 war diese Entwicklung bereits deutlich. Die Straße wurde schließlich Teil des St.-Pauli-Nachtlebens. Die ursprüngliche Bedeutung des Namens geriet dabei weitgehend in Vergessenheit.

Was wünschen wir uns? Gerne die Freiheit der persönlichen Lebensplanung, möglichst gut zu verdienen, weitgehend alles einzukaufen, mindestens einmal im Jahr in den Urlaub zu fliegen und die weite Welt zu sehen. Damit werden bereits mehrere Kernpunkte deutlich:

  • „Wenn ich tun kann, was ich möchte.“
  • Wenn mir niemand Vorschriften macht.
  • Wenn ich meine Zeit selbst frei einteilen kann.
  • Wenn ich finanziell unabhängig bin.

Das betrifft wahrscheinlich fast jeden, aber, ist das Freiheit?

Was schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung über Freiheit?

„Vereinfacht kann man sagen: Wenn kein Zwang da ist, herrscht Freiheit. Wenn man selbst bestimmen kann, was man tut, ist man frei. Freiheit gehört zu den Grund- und Menschenrechten und zu jeder modernen Demokratie. Aber völlige Freiheit ist damit nicht gemeint. Meine Freiheit darf die Freiheit der anderen Menschen nicht einschränken. So steht es auch in unserem Grundgesetz, das man auch ‚freiheitlich-demokratische Grundordnung‘ nennt.“

Freiheit – früher nur für wenige Menschen (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

„In der Vergangenheit gab es ganz unterschiedliche Auffassungen von Freiheit. So waren zum Beispiel in der Antike (etwa 800 vor Christus bis 500 nach Christus) nur die städtischen Bürger und die Herrscher frei und nur sie hatten entsprechende Rechte. Die Mehrheit der Bevölkerung hatte wenige oder gar keine Rechte. Viele Menschen waren Sklaven und gehörten anderen Menschen. Auch später im Mittelalter gab es ganz verschiedene Stufen von Freiheit. Freiheit war damals nicht in einem Gesetz festgeschrieben. Sie war in der Regel davon abhängig, in welcher Stellung die Menschen lebten. Menschen, die Macht, Einfluss und Reichtum hatten, konnten mehr Freiheit genießen als arme Menschen.“

2 Was versteht die Gesellschaft heute unter Freiheit?

2.1 Unsere westliche (demokratische) Kultur:       

  • Selbstverwirklichung
  • Unabhängigkeit
  • Gleichberechtigung
  • Meinungsfreiheit
  • Wahlfreiheit
  • Persönliche Entfaltung
  • Grenzenlosigkeit

Dieses Verständnis wurde stark geprägt durch:

  • die Aufklärung (Kant, Locke u. a.),
  • die Französische Revolution („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“),
  • liberale Demokratien,
  • Menschenrechte.

2.2 Freiheit in kollektiv geprägten Kulturen gilt eher:

  • In einer funktionierenden Familie leben,
  • seine Pflichten erfüllen,
  • die Ehre der Familie bewahren,
  • Frieden innerhalb der Gemeinschaft erhalten.

Persönliche Wünsche treten häufig hinter die Gemeinschaft zurück.

Beispiel Japan:

  • Harmonie ist wichtiger als Selbstverwirklichung.
  • Offene Kritik wird eher vermieden.

Beispiel China:

  • Traditionell ist Verantwortung gegenüber Familie und Staat zentral.
  • Persönliche Freiheit wird oft stärker zugunsten gesellschaftlicher Stabilität eingeschränkt.

Beispiel arabische Kulturen:

  • Freiheit ist häufig stärker an Religion, Familie und Tradition gebunden.
  • Individuelle Entscheidungen werden oft im Familienkontext betrachtet.

Freiheit ist begrenzt.

Auch wer Macht, Einfluss, Reichtum hat, kann viel Freiheit haben, aber sie bleibt trotzdem begrenzt.

Es bleibt aber die Freiheit der persönlichen Entscheidungen im Leben, aber sie sind immer mit Konsequenzen verbunden.

3 Was sagt die Bibel?

Was wird in der Bibel über Freiheit zum Ausdruck gebracht?
Die Bibel fragt zunächst nicht, was darf ich tun, sondern wem gehöre ich?
Wir wollen zuerst folgende Punkte betrachten, die Auswirkungen auf Israel hatten und auch auf uns übertragbar sind:

  • Freiheit beginnt mit der Frage: Wem gehört Israel?
  • Welche Aufgaben erhält Israel nach der Befreiung?
  • Was bedeutete die Freiheit aus Ägypten für Israel?

Freiheit Israels und des Pharaos (2. Mose)

Israel wurde aus Ägypten nicht befreit, damit jeder tun konnte, was er wollte, sondern um Gott zu dienen. Genau das finden wir in den Worten Gottes an den Pharao: „Lass mein Volk ziehen, damit es mir dient.“ (2. Mose 7:16). Hier wird damit auch gesagt, dass Israel das heilige Volk ist und IHM, Gott, gehört (siehe auch 2. Mo 19:5; 5. Mo 7:6; 5. Mo 14:2).

Das Ziel der Befreiung war also nicht Unabhängigkeit, sondern der Wechsel der Herrschaft: weg vom Pharao, hin zu Gott.

Der Pharao hatte eine echte Entscheidungsmöglichkeit. Er entschied sich immer wieder gegen Gott. Dadurch machte er sich selbst zum Gefangenen seines Stolzes.
Erst nach 10 Plagen ließ er das Volk ziehen, und wir können erkennen, dass auch seine Freiheit begrenzt war.

Israel wurde durch Gottes mächtiges Eingreifen aus der Sklaverei befreit und folgte anschließend dem von Gott eingesetzten Mose in die Freiheit. Ihnen musste klar gewesen sein, dass sie Gottes Diener werden sollten. Sie sind von der Sklaverei erlöst worden, haben mit Gott einen Bund geschlossen und die Weisungen (Torah, Gesetz) erhalten. Die Versorgung des Volkes in der Wüste hat Gott selbst vorgenommen.

Was für Israel galt, muss sich heute jeder Mensch persönlich fragen: Wem gehöre ich? Welche Bedeutung hat diese Befreiung für mein Leben?

Die Bibel kennt keine Freiheit ohne Bindung. Die Frage ist nicht, ob wir dienen, sondern wem wir dienen.

Diese Befreiung Israels ist nicht nur Geschichte. Im Neuen Testament zeigt Gott, wie diese Freiheit durch den Messias jeden Menschen verändern kann. Schauen wir uns deshalb vier Bereiche an, in denen sich diese Freiheit zeigt.

4 Die vier Freiheiten (der Christen)

4.1 Frei von Verdammnis (Verwerfung, Gottesferne)

Dies ist wahrscheinlich die größte Freiheit, die ein Gläubiger besitzt.

Schon David beschreibt eindrucksvoll die Vergebung und dadurch die Freiheit:
„Wohl dem, dessen Übertretung vergeben ist.“ (Ps 32:1-2)

Vor der Erlösung steht der Mensch unter Gottes gerechtem Urteil. Jeder Mensch hat gesündigt (Römer 3:23), und die Folge der Sünde ist der Tod (Röm 6:23).

Durch den Messias verändert sich jedoch die Stellung des Gläubigen vor Gott.

„So gibt es nun keine Verdammnis für die, die im Messias Jesus sind.“ (Röm 8:1)
Paulus sagt nicht: Es gibt keine Sünde mehr.
Sondern: Für den Gläubigen gibt es keine Verurteilung mehr.

Das ist ein großer Unterschied. Was bedeutet das praktisch?

Ein Christ darf Fehler machen und sie bekennen, ohne ständig in Angst leben zu müssen, Gott habe ihn endgültig verworfen.

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.“ (1. Joh 1:9)

Gegensatz
Der Satan wird in der Offenbarung als „Verkläger unserer Brüder“ bezeichnet (Off 12:10).

Zur Zeit Jesu glaubten viele Menschen, sie müssten Gott durch Leistungen gefallen.

Jesus sagt dagegen:
„Kommt her zu mir … ich will euch Ruhe geben.“ (Mt 11:28–30)

Ruhe ist ebenfalls Freiheit. Nicht ständig beweisen müssen, gut genug zu sein.

„Zur Freiheit hat uns der Messias befreit. So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen.“ (Gal 5:1)

Bild
Ein Gefangener, dessen Schuld vollständig bezahlt wurde, verlässt das Gefängnis als freier Mensch.

4.2 Frei von Angst

Viele kennen die Situation wie:

  • Ich möchte anders leben.
  • Ich schaffe es aber nicht.

Gerade diese Erfahrung des eigenen Versagens führt viele Menschen in Angst. Angst vor dem Scheitern. Angst, Gott nicht zu genügen. Angst, keine Veränderung zu erleben.

Paulus beschreibt eindrücklich diesen inneren Kampf, den viele Menschen aus eigener Erfahrung kennen. „Ich will das Gute, tue aber das Böse“ (Röm 7:19).

Johannes schreibt:
„Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8:32)
und „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei“ (Joh 8:36).

Hier wird deutlich:
Sünde macht unfrei. Wahrheit führt zur Freiheit. Der Messias schenkt echte Freiheit.

Was ist nun mit der Angst, die viele Menschen begleitet in Bezug auf:
Zukunft, Krankheit, Tod, Ablehnung, Existenz, Versagen?

Die Bibel sagt nicht: Christen kennen keine Angst. Aber sie müssen nicht mehr von Angst beherrscht werden.

„Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wiederum zur Furcht“ (Röm 8:15).

„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim 1:7).

Welche Angst verschwindet? Nicht jede natürliche Angst.

Sondern insbesondere Angst vor Gottes Gericht, Angst, Gott niemals genügen zu können, Angst, von Gott verlassen zu werden.

„Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“ (Hebr 13:5)

Der Gläubige muss Gott nicht als unberechenbaren Richter fürchten, sondern darf IHN „Abba“ (Vater) nennen. Das macht deutlich, dass wir alle Sorgen auf IHN werfen dürfen; denn er sorgt für uns. (1. Petr 5:7; Ps 40:18; Ps 55:23; Mt 6:25; Phil 4:6)

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Ein Kind schläft ruhig ein, weil es seinem Vater und seiner Mutter vertraut.

4.3 Frei zum Gehorsam

Öfters gibt es Missverständnisse in Bezug auf das Gesetz (Weisungen, Torah). Christen bräuchten Gottes Gebote nicht mehr. Das sagt Paulus jedoch nicht. Er sagt vielmehr: „Niemand wird durch das Halten der Gebote gerechtfertigt. Paulus richtet sich besonders gegen die Vorstellung, dass die Werke des Gesetzes den Menschen rechtfertigen. Das Gesetz selbst bezeichnet er an anderer Stelle als „heilig, gerecht und gut“ (Röm 7:12).

Die Gebote sind also nicht der Weg zur Erlösung, sondern der Weg der Erlösten.

Die Erlösung geschieht allein durch Gottes Gnade. Jesus sagt: „Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote.“ (Joh 14:15)

Jakobus nennt die Torah sogar „das vollkommende Gesetz der Freiheit“ (Jak 1:25).
Israel wurde zuerst erlöst. Danach erhielt Israel die Torah. Nicht umgekehrt!

Wenn es um die Freiheit zum Gehorsam geht, dann wird hier das Freiheitsverständnis der Bibel besonders deutlich.

  • Die Welt sagt, Freiheit heißt: Niemand sagt mir, was ich tun soll.
  • Die Bibel sagt, Freiheit heißt: Ich darf Gott freiwillig gehorchen.

Israel
Nach dem Auszug aus Ägypten erhielt Israel die Torah.
Nicht um gerettet zu werden, sondern weil Gott sie bereits gerettet hatte.
Diese Reihenfolge ist entscheidend:
erst Erlösung und dann Gehorsam und nicht erst Gehorsam und dann Erlösung

Jesus
„Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote“ (Joh 14:15).
Nicht: Wenn ihr gehorcht, werde ich euch lieben.
Sondern: Weil ihr liebt, gehorcht ihr.

Paulus
„Von der Sünde frei geworden, seid ihr Knechte der Gerechtigkeit geworden“ (Röm 6:18).

Der Christ gehorcht nicht aus Zwang, sondern aus Dankbarkeit.

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Ein Musiker übt nicht, weil ihn jemand zwingt. Er liebt die Musik.

4.4 Frei zum Lieben

„Ihr seid zur Freiheit berufen … dient einander durch die Liebe“ (Gal 5:13).

Ein scheinbarer Widerspruch: frei, und doch freiwillig Diener.

Die Welt sagt: Freiheit bedeutet, dass ich niemanden dienen muss. Paulus sagt, ich darf freiwillig dienen. Liebe kann nicht erzwungen werden. Nur ein freier Mensch kann lieben.

Das ist vielleicht die höchste Form der Freiheit. Nur ein freier Mensch kann wirklich lieben.

Paulus verbindet Freiheit und Dienst. Das erscheint zunächst paradox.

„Ihr gehört nicht euch selbst“ (1. Kor 6:19-20).
Nach biblischem Verständnis ist Freiheit also nicht Selbstbestimmung ohne Grenzen, sondern das freiwillige Leben unter Gottes guter Herrschaft.

Jesus
Jesus war der freiste Mensch überhaupt. Und gerade deshalb wusch er seinen Jüngern die Füße. (Joh 13) Niemand zwang ihn dazu. Liebe machte ihn dazu bereit.
„Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1. Joh 4:19)
Liebe entsteht also aus empfangener Liebe.

Praktische Folgen

Ein freier Christ kann vergeben, teilen, helfen, verzichten, dienen, ohne ständig zu fragen: „Was habe ich davon?“.

Er behält das Ziel in seinen Augen:
Frei von Verdammnis verändert meine Stellung vor Gott (Röm 8:1).
Frei von Angst verändert mein Herz (Röm 8:15).
Frei zum Gehorsam verändert mein Handeln (Joh 14:15).
Frei zum Lieben verändert meine Beziehungen (Joh 13:34-35).

Aus messianischer Sicht spiegeln diese vier Schritte den Weg Israels wider:
Frei von Verdammnis: Das Passahlamm bewahrt vor dem Gericht (2. Mose 12).
Frei von Angst: Israel zieht durch das Schilfmeer und sieht, dass Gott rettet (2. Mose 14).
Frei zum Gehorsam: Am Sinai empfängt das Volk die Torah als Wegweisung für das neue Leben (2. Mose 19–20).
Frei zum Lieben: Das höchste Gebot lautet, Gott von ganzem Herzen und den Nächsten wie sich selbst zu lieben (5. Mose 6:5; 3. Mose 19:18).

Jesus bringt es selbst auf den Punkt:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand“ (Mt 22,37) als 1. Gebot  
und „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mt 22,39) als 2. Gebot.
„An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten“ (Mt 22:40).

Darum mündet wahre Freiheit nicht in Selbstverwirklichung, sondern in der Liebe zu Gott und zum Nächsten.

5 Abschließende Gedanken

Eine interessante Beobachtung ist, dass sowohl die heutige Gesellschaft als auch die Bibel das Wort Freiheit verwenden, aber Unterschiedliches meinen.

Die moderne Kultur fragt: „Wie werde ich unabhängig?“

Die Bibel fragt: „Wie werde ich frei von dem, was mich bindet?“

Im westlichen Denken ist Freiheit oft das Fehlen äußerer Grenzen. In der Bibel ist Freiheit vor allem die Befreiung von inneren Bindungen – Sünde, Schuld, Angst und zerstörerischen Mächten – damit der Mensch in einer guten Beziehung zu Gott und zu seinen Mitmenschen leben kann.

Im Mittelpunkt steht: Die endgültige Freiheit in Gottes Reich (vgl. Off 21-22)

Im Vers von Off 21:3 steht: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen!“

  • Die Bibel beginnt mit Gott im Garten Eden. Er war unter uns im Paradies.
  • Die Bibel endet mit Gott bei den Menschen. Er ist dann wieder unter uns.
  • Dazwischen liegt der gesamte Heilsplan Gottes.
  • Dieser Plan wird durch die Verheißungen verwirklicht.
  • Dazu zählen auch die Bündnisse (Verträge mit den Menschen, mit seinen Auserwählten, seinem Volk Israel und durch Jesus Christus mit uns.

Das Ziel Gottes war und ist die Rettung aller Menschen, also die Wiederherstellung der Gemeinschaft zwischen IHM und seinen Geschöpfen. Hier lässt er allen Menschen die Freiheit der Entscheidung wie z. B. beim Pharao.

Gottes Ziel war nie nur, Menschen aus einer Not herauszuführen. Sein Ziel war und ist Gemeinschaft mit ihnen.

Was ist nun die große Freiheit? Die große Freiheit besteht nicht darin, alles tun zu dürfen. Das ist weder im gesellschaftlichen noch im biblischen Kontext vorgesehen.

Die große Freiheit im biblischen Kontext besteht darin,

  • von Schuld befreit zu sein,
  • ohne Angst vor Gott leben zu dürfen,
  • freiwillig Gottes Willen zu tun,
  • und aus Liebe zu dienen.

Paulus fasst es wie folgt zusammen:
„Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ (2. Kor 3:17).

Unser Ziel ist, wieder in der Gemeinschaft mit Gott leben zu dürfen, der durch Jesus Christus alles vorbereitet hat.

Amen.

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