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Wa’etchanan

Torah: 5. Mose 3:23–7:11; Haftara: Jesaja 40:1–26

(Angaben nach „Die Tora nach der Übersetzung von Moses Mendelssohn“ und David Stern)
[Autor: Jurek Schulz]

Wa’etchanan – Und ich flehte

„Du sollst den Namen G’ttes, Deines G’ttes, nicht vergeblich führen“ (5:11).

Frage: Die Gemara (Schawuot 39a) schreibt, die ganze Welt habe gebebt, als Haschem verkündete: „Du sollst den Namen G’ttes, deines G’ttes, nicht vergeblich führen“. Warum erschütterte diese Botschaft der Torah die ganze Welt?

Antwort: Es gibt eine Geschichte über Brüder, die nach Amerika auswanderten und ein Geschäft gründeten. Ein paar Jahre später ließen sie ihre Eltern nachkommen. Der Vater war ein frommer, g’ttesfürchtiger Jude mit Bart, Peijot und chassidischer Kleidung. Doch bald rasierte er sich den Bart ab und zog sich modern an. Die Brüder waren verdutzt und gingen zum Rabbi. Als der Rabbi den Vater fragte, warum er sich so sehr geändert habe, antwortete dieser: „Meine Söhne haben ein großes Fleischgeschäft. Sie ließen mich an einem Tisch in dem Geschäft sitzen, und wenn die Menschen mich sahen, vertrauten sie darauf, dass die Ware koscher war, und kauften sie. Leider musste ich bald feststellen, dass das Fleisch nicht koscher ist und dass meine Söhne mich benutzten, um die Leute zu täuschen. Darum schor ich mir Bart und Peijot, damit meine Jiddischkeit nicht dazu beiträgt, unkoscheres Fleisch zu verkaufen.“

Leider haben die Völker der Welt die Juden im Laufe der Geschichte verfolgt und gequält – mit der Behauptung, es geschehe „zu Ehren G’ttes“. Sie behaupten, die Juden seien an sozialen Problemen schuld und hätten die Unterdrückung verdient. Sogar unter den Juden ist es nicht unüblich, andere Juden unter dem Vorwand zu verletzen, es handle sich um eine „Mizwa“.

Haschems Gebot: „Erwähne meinen Namen nicht leichtfertig“ bedeutet also in gewissem Sinne: „Missbrauche meinen Namen nicht!“ Die Torah und die Religion dürfen keine Rechtfertigung für Sünden sein, und wir dürfen Sünden nicht unter dem Mantel der Tugend verstecken.

Diese klare g‘ttliche Botschaft brachte alle Menschen zum Schaudern, und die ganze Welt bebte vor Furcht. (http://www.de.chabad.org/library/article_cdo/aid/478858/jewish)

Zusammenfassung des Abschnitts v. Rav. M. Breuer, Wissen und Wahrheit

Der Rückblick auf die Vergangenheit wird weitergeführt. Mosche ermahnt seine Brüder zur Treue dem gegenüber, der ihnen die Wohltaten, die materiellen wie die geistigen, verschafft hat. Und fordert sie auf, auf die Gefahren zu achten, die auf sie im Verlauf der Geschichte lauern werden.

Dann folgt die Ermahnung an die unvergesslichen Tage am Sinai, an die machtvolle Stimme, die Flamme und den Donner der Offenbarung des Dekalogs (Zehn Gebote). Diese Rekapitulierung endet mit dem Befehl, im jüdischen Land keinerlei Spuren eines heidnischen Kults und seiner Götzenbilder zu dulden, vielmehr das ganze Land dem reinen G’ttesdienst zu weihen.

Zusammenfassung des Abschnitts v. H. Liss: Tanach Lehrbuch der jüdischen Bibel

Die Strafe für Mosche

Die Verpflichtung auf die Weisung

Der Bundesschluss am Chorev (Sinai)

Bilderverbot

Die Erwählung Israels

Die Zufluchtsstädte

Einleitung zur zweiten Rede

Das Zehnwort

Die Bedeutung des Mosche

Das Sch’ma Jisrael

Bedeutung der Gebote

Die Aussonderung Jisraels

Am besten ist es, wenn du selbst die Bibelstellen zu den Überschriften der Abschnitte dazuschreibst.