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Re’eh

Torah: 5. Mose 11:26–16:17; Haftara: Jesaja 54:11–55:12; Brit Chadascha: Matthäus 25:31–46; Offenbarung 13:1–18

(Angaben nach „Die Tora nach der Übersetzung von Moses Mendelssohn“ und David Stern)
[Autor: Jurek Schulz]

Re’eh – Sieh!

Details zur Einleitung

Die Gegensätze von Segen und Fluch beinhalten „wichtig und gering“, verwandt mit dem Wort durchbrechen „perach“ oder auch „barach“, das Kniegelenk oder auch „barak“ Blitz. Während der Segen die Schnittstelle zum Glück in allem ist, bedeutet Fluch das Nichts, das Bedeutungslose, das Frucht- und Wirkungslose. Es meint aber nicht das Verworfen sein!
Forschungsaufgabe:
Welche Konsequenz hat das zentrale Heiligtum für Israel?
Was für ein „Gott“ wird uns im Buch Devarim (5. Mose) vorgestellt?
Warum sollen „Götzendiener“ keine Gnade erfahren und umkommen?
Finde heraus, was „koscher“ ist.
Welche Bedeutung hat das Blut, und warum ist es für G’tt ein Gräuel, wenn es verzehrt wird?
Welche Feste werden hier genannt und was bedeuten sie?
Was für ein Segen birgt das „Sklavengesetz“ ?

Die Ankündigung von Segen und Fluch für Israel unter folgenden Gesichtspunkten:

1. Dem HERRN allein dienen (Kap. 12–13)
a. Am zentralen Heiligtum, das der HERR erwählte, dort anbeten und das richtige opfern (Kap. 12)
b. Götzendienst, fremde Kulte, Zauberei und die Verführer zum Götzendienst strafen (Kap. 13)

2. Dem HERRN richtig (in angemessener Weise) dienen (Kap. 14–16)
a. Die Reinheit achten: Reine und unreine Tiere, Speisen und die Ordnung des Zehnten (Kap. 14)
b. Das Schabbatjahr (Erlassjahr alle sieben Jahre) achten: die Armen und die Sklaven befreien und die Erstgeborenen heiligen (Kap. 15)
c. Die drei Hauptfeste achten: Pessach (Passah), Schawuot (Wochenfest), Sukkot (Laubhüttenfest) (Kap. 16)

Wir stehen selbst in der Entscheidung. Das allein ist schon Segen (S.R. Hirsch).
Der entscheidende Punkt für G’ttes Segen oder Fluch im Leben Israels ist, ob wir seinen Anweisungen gehorchen oder sie ignorieren. In 5. Mose 12:7.12.18 sagt der HERR, was ihn erfreut. Dort heißt es ausdrücklich, dass „an G’tt glauben“ eine freudige Sache ist und einen Segen nach sich zieht. Kapitel 13 stellt uns vor Augen, wie wichtig es ist, dass G’tt die Priorität in unserem Leben bekommt und wir unser Herz nicht anderen Göttern geben. Daher hat der Glaube in unserem Leben ganz praktische Auswirkungen. Das wird in Römer 13 für die Gläubigen ebenso ausgeführt. Das Halten der Feste und Achten der Feiertage sind eine Erinnerung der Taten G’ttes und ein Ausdruck unseres Vertrauens in G’tt (Kapitel 14–16).

Leider wird in der Haftara-Lesung vom Propheten Jesaja das Kapitel 53 in den Synagogen ausgelassen. Dieses berichtet über den leidenden G’ttesknecht, das prophetisch das Leiden Jeschuas darstellt und ER es wörtlich erfüllte. Wir wünschen es uns, dass viele Juden diese Worte dennoch lesen und darin den Messias Jeschua erkennen können.
Jesaja 55:1 erfüllt sich mit den Worten Jeschuas in Johannes 7:37: „Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!“ und Jesaja 55:3 in Matthäus 11:28: „Kommt her zu mir alle …“.
Den Zuhörer war sofort klar, dass ER das Heilsangebot G’ttes ist, das der Prophet voraussagte. Wir danken Dir, lieber Vater im Himmel, dass du im Messias Jeschua mit uns einen ewigen Bund schließt (Jes 55:3) und auch aus den Nationen alle zu dir kommen können, um dich anzubeten (Jes 55:5).

NT-Lesung zum Torah-Abschnitt: Matthäus 25:31–46; Offenbarung 13:1–18
In Zeiten der Not G’tt die Ehre zu geben, ist leichter gesagt als getan. Gerade in angst- und gefahrvollen Zeiten läuft Satan umher wie ein brüllender Löwe, um die „Heiligen“ zu verschlingen (1. Petr 5:8). Israel als das „geringste unter allen Völkern“ hatte das immer wieder erlebt. Dennoch ist die Kraft der Überwindung durch G’tt selbst gegeben. Wodurch? Das Volk wurde aufgerufen, sich bewusst auf die Liebe G’ttes zu konzentrieren. Das bedeutet, als SEIN Eigentum SEINE Liebe nicht zu verleugnen (5. Mo 7:6–9).
Die letzten großen Kriege auf der Erde werden religiös motiviert sein: Die Lästerung des biblischen G’ttes, die Anbetung anderer als göttlich Verehrte. Die Verfolgung der wahren Gläubigen und eine brutale Hartherzigkeit, durch die den wahren Nachfolgern G’ttes nicht einmal mehr ein Glas Wasser gegönnt wird. Sogar Zeichen und Wunder werden den satanischen Kräften autoritäre Bestätigung geben und viele verführen (Offb 13:1.4–6.8.13; Mt 25:35.42.44–45).

Doch was auch immer geschieht: Der G’tt der Bibel ist die Hoffnung und das Ziel unseres Lebens. Der Herr Jeschua kommt wieder und mit ihm die Engel G’ttes. Dann richtet er den „Thron seines Heiligtums“ auf, wie der Tempel aufgerichtet wurde. Alle Völker und Nationen werden danach gerichtet, wie sie zu IHM und seinen Nachfolgern standen (Mt 25:31–34.45–46; Offb13: 9.10). Bei aller Angst vor der Zukunft, es bleibt dabei: Der Messias Jeschua kommt bald! Bis dahin sei seine Gnade weiter mit uns (Offb 22:21, Jud 24–25).

Gebet:
Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du im Messias Jeschua mit uns einen ewigen Bund schließt und auch aus den Nationen alle zu dir kommen können.