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Miketz

Torah: 1. Mose 41:1–44:17; Haftara: 1. Könige 3:15–4:1; Brit Chadascha: Matthäus 27:15–46; Römer 14:1–19
(Angaben nach „Die Tora nach der Übersetzung von Moses Mendelssohn“ und David Stern)
[Autor: Jurek Schulz]

Miketz – Am Ende

Josef, der Geliebte. Die Eltern Josefs gaben ihm alle Fürsorge, Aufmerksamkeit und Liebe.  Josef war die Erfüllung ihrer Gebete (1. Mo 30:23.24).

Josef, der Gehasste. Seine Brüder hassten ihn. Für 20 Silberlinge verkauften sie ihn als Sklave nach Ägypten (1. Mo 37:28). Unschuldig kommt er dort noch für zwei Jahre in das Gefängnis (1. Mo 41:1).

Josef, der mit Gott Lebende. Mit 30 Jahren tritt eine erneute unvorstellbare Wende ein. G’tt redete durch Träume zu Josef und gab ihm Weisheit, Träume zu deuten. Der Pharao verlangte nach ihm.  Niemand konnte bisher in ganz Ägypten seine Träume deuten. Eine siebenjährige grauenhafte Hungersnot wurde dem Pharao durch Josef angekündigt.  Vorher wird eine siebenjährige gute Erntezeit vorausgehen. Aufgrund der Weisheit Josefs macht der Pharao ihn zum Vizekönig (1. Mo 41:257).

Josef, der Staatsmann, sichert das Überleben des Landes durch die Abgabe eines Fünftel aller Ernten. In der Hungersnot wurden die Reserven dann direkt an die Bedürftigen ausgeteilt. Da auch in seiner Heimat in Kanaan gehungert wurde, kamen seine Brüder.

Josef, der Vergebende. In einem Prüfungsprozess will er die charakterliche Veränderung  seiner Brüder wissen (1. Mo 42:2–45:8).  Rückblickend stellt er die Führung G’ttes fest. „Nun bekümmert Euch nicht und denkt nicht, dass ich darum zürne, dass ihr mich verkauft habt. Denn um eures Lebens willen hat mich G’tt vor euch her gesandt (1. Mo 45:5).

Beten wir, dass wir in allen Lebenslagen ein „g’ttgehorsames Herz“ haben, in dem die Weisheit G’ttes wohnt. So erbat es auch schon Salomo (1. Kön 3:9.28).

 

Matthäus 27:15–46; Römer 14:1–19

Herr Jeschua, unschuldig bist Du in den Augen Judas: „Ich habe gesündigt, als ich einen Unschuldigen dem Tod auslieferte“ (Mt 27:4).

Pilatus, der römische Statthalter, fragte Dich, bevor er Dich der Kreuzigung preisgab: „Bist du der König der Juden?“ Seine Frau bat ihn noch darum, „den Unschuldigen in Ruhe zu lassen“ (V. 11.19). In die Menge fragend, was soll ich mit Dir (ihm), genannt „der Messias“, machen, rief das Volk: „Kreuzige ihn!“ (V. 22.23).

Du wurdest den Soldaten übergeben. Sie trieben ihr grausames Spiel mit Dir.

Du erduldetest unendliche Quälereien und sie machten sich über Dich lustig: „Heil Dir, dem König der Juden.“

Auf Deinem Kreuz war zu lesen: „Dies ist Jeschua, der König der Juden“ (V. 27-38). Menschen beleidigten Dich: „Bist du der Sohn G’ttes, dann rette Dich selbst“.

Vereint im Lachen spotteten sie: „Er ist also der König Israels? Soll G’tt ihn retten, wenn er der Sohn G’ttes ist.“ Herr Jeschua, selbst die Mitgekreuzigten verschonten Dich nicht.

Du riefst: „Mein G’tt, mein G’tt, warum hast Du mich verlassen?“ (V. 39-46).

Doch da geschah das unbegreifliche Wunder.

Du bist auferstanden und lebst (Mt 28:6).

Danke, Herr, dass wir Dir glauben dürfen. Du bist wahrhaftig der Messias Israels und der Erlöser der Welt. Du bist auferstanden von den Toten und lebst.
Herr, so predigen wir Dich als den gekreuzigten Messias.
Noch heute den Juden ein Skandal und den Nichtjuden ein närrischer Witz.
Wer aber an dich glauben kann, dem bist du eine Weisheit G’ttes, des Vaters (1. Kor 1:18–31).

In unserem Leben gilt, was bei Dir schon war: „Ob wir leben oder sterben, wir gehören Dir, dem Herrn allein“ (Röm 14:8).